News & Rückblicke
Schwarzlichtspuck auf Jugendburg Hessenstein (4.-6. August 09)
Am Abend des 06. Juli 2009 tauchte der Rittersaal der Jugendburg Hessenstein in gespenstische Dunkelheit, obwohl draußen noch die Sonne lachte. Nachdem hinter dem letzten Gast die Tür von innen zufiel und alle Zuschauer ihre Plätze erreicht hatten, war es Schwarzlichtteatersowohl im Zuschauerraum als auch auf der Bühne so dunkel, dass man die eigene Hand nicht vor Augen erkennen konnte. Gespanntes
Warten! Dann aber schlug die (selbstgebastelte) Turmuhr Mitternacht und die im Rittersaal anwesenden "Geister" erwachten. Kleine und große Gespenster wirbelten zu lauten Rhythmen über die Bühne und "erzählten" selbst geschriebene Geschichten von Abenteuern in der Geisterbahn, einem zerbrochenen Skelett sowie die gruselige Anekdote von Witwe Bolte (die auf wundersame Weise wieder lebendig wird als sie hört, dass es Butter im Angebot gibt). Drei entspannte Tage verbrachten die 22 Kinder aus Lichtenfels bzw. Korbach auf der Jugendburg und inszenierten einen Schwarzlichtspuk. Dabei lernten sich die Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 12 Jahren nicht nur einander besser kennen, sondern sie erfuhren auch viel über Schwarzlichttheater und seine besonderen Regeln. Nebenbei erarbeiteten die Heranwachsenden die jeweiligen Bühnenstücke selbst und stellten alle für die Aufführung wichtigen Dinge selbst her. Bei herrlichem Sonnenschein blieb aber auch noch genug Zeit für das gemeinsame Spiel. Die "Wehrwölfe von Düsterwald" entwickelte sich zum absoluten Lieblingszeitvertreib. Am zweiten Abend gab es ein gruseliges Spiel im angrenzenden Burg-Wald, bei dem sich die Kinder in Waldgeister verwandelten, die sich vor offenem Feuer gruseln und sich deshalb nur in den dunklen Ecken des Waldes aufhalten. Sobald sie im Feuerschein zu erkennen sind, erstarren sie und können sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Blöd nur, dass das Feuer (in der Schubkarre) immer genau dort auftauchte, wo die meisten Zwerge warteten. Das anschließende Ablaufen eines Lichterpfades im dunklen Wald gehörte wohl zu den gruseligsten Mutproben der Freizeit. Das Angebot wurde durch eine Kooperation mit dem Fachdienst Jugend des Landkreises Waldeck-Frankenberg (insbesondere durch Noemi Helmer und Jana Westerwelle) möglich. Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Svenja Kretschmer und Sarah Plonka, die ebenfalls als Betreuerinnen dabei waren und ganze Arbeit geleistet haben.
Sonnige Mädchenwoche im Wasserschloss Wülmersen (14.-16. April 09)
Während einer dreitägigen Zeitreise in die Vergangenheit konnten sich knapp 30 Mädchen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg in mittelalterlicher Handwerkskunst üben. Beherbergt im herrschaftlichen Wasserschloss Wülmersen (idyllisch gelegen zwischen Bad Karlshafen und Trendelburg), gab es für die Mädchen viele Möglichkeiten, kreativ aktiv zu werden. Zunächst wurden mittelalterliche Gewänder gefertigt. Unter fachkundiger weiblicher Anleitung erlernten die Mädchen ebenfalls die Schnitz- und Schmiedekunst und fertigten schön geschwungene Löffel aus
Pappelholz sowie selbst geschmiedete Hufeisen. In einem zeitaufwendigen Verfahren wurden Kerzen gezogen und Frühstücksbrettchen mit dem Brennpeter bearbeitet. Bei heraufziehender Dunkelheit stimmungsvoll mit Fackeln und Kerzen erleuchtet, verwandelte sich das Wasserschloss zunehmend in den Wohnsitz des Königs Einolf und seiner Gemahlin Königin Kunigunde. Nach einem mittelalterlichen Tanzvergnügen musste das Rätsel um den Hofdrachen und seine plötzlichen Bauchschmerzen aufgeklärt werden. Natürlich wurde bei Hofe auch deftig gespeist und so gab es abends eine feudal gedeckte Tafel mit allerlei Schmackhaftem, gezaubert von den mitgereisten Küchenmägden. Am letzten Tag standen Bogenschießen und Abschiednehmen auf dem Programm. Die drei herrlichen Sonnentage vergingen wie im Flug; mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck fuhren wir nach Hause. P.S.: Es wurden viele Bilder geschossen. Die Teilnehmerinnen erhalten als Erinnerung eine CD mit allen Schnappschüssen der Mädchenwoche.







